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Drehen, fräsen und informieren bei Weber Automotive

Aktion "Wissen, was geht" beim Markdorfer Unternehmen Weber Automotive: Fünf Jugendliche dürfen selbst Hand anlegen.

Ronja Philipp und Supakon Saithon zusammen am CNC-Fräser. | Bild: Jan Manuel Heß

 

Informieren, reinschnuppern und selbst ausprobieren hieß es am Montag bei der Aktion "Wissen was geht" der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis. Diesmal ging es für fünf Jugendliche zu Weber Automotive, dort konnten sie sich intensiv und persönlich ein Bild über die angebotenen Ausbildungsmöglichkeiten machen. Die beiden Azubis Okan Fil und Maxim Reinhardt gaben zunächst einen Einblick in die Firmenwelt von Weber Automotive und die Tätigkeiten der Azubis. Das Unternehmen beschäftigt an seinem Standort in Markdorf rund 500 Mitarbeiter, davon 26 Azubis. Weber Automotive stellt Antriebskomponenten, wie etwa Motorblöcke, Zylinderköpfe und Getriebegehäuse für Fahrzeuge vieler namhafter Autohersteller her. Dafür braucht es gut ausgebildete Industriemechaniker und Mechatroniker, aber auch Fachinformatiker für Systemintegration. Alle diese Berufe können bei Weber in Markdorf erlernt werden. Darüber hinaus wird zum Beispiel der Studiengang Wirtschaftsinformatik an der Dualen Hochschule Ravensburg angeboten.

Im zweiten Teil durfte endlich selbst Hand angelegt werden. Während ein Teil der Gruppe eine Führung durch die Werkshallen bekam, wurden die übrigen in der Lehrwerkstatt von weiteren Azubis bereits erwartet. Die hatten sich ein ganz spezielles Projekt ausgedacht. In vier Arbeitsschritten sollte sich jeder einen "Fidget Spinner" aus Aluminium und Messing fertigen. Der 16-jährige Lars Gutekunst ist hochkonzentriert dabei, als er an der Drehbank aus einem kleinen Messingstab kleine Gewichte für den Spinner herstellt. Hilfestellung bekommt er dabei von den Azubis Sven Schultheiß und Viktor Klink.

"Genauso habe ich es mir vorgestellt, an der Drehbank zu arbeiten", erzählt Sven begeistert. Entsprechend ist auch sein Berufswunsch, er möchte Industriemechaniker werden. Gerade das Hantieren mit den großen Maschinen und dabei im Millimeterbereich zu arbeiten macht für ihn den besonderen Reiz aus.

Ebenfalls mit Begeisterung dabei ist Ronja Philipp, die 17-Jährige möchte unbedingt Mechatronikerin werden: "Ich werde zwar Abitur machen, aber ein Job später im Büro ist ganz und gar nichts für mich." Sie bevorzugt es, mit den Händen etwas zu schaffen. Ihre Bewerbung bei Weber Automotive hat sie auch schon eingereicht. Zusammen mit Azubi Supakon Saithong steht sie am CNC-Fräser und stellt die exakten Parameter für den Fräsvorgang ein. "Aus einem Alurohling werden wir den Grundkörper für den Spinner heraus fräsen", erklärt Supakon. Immer das Steuerungsdisplay im Auge, schaut Ronja dabei zu, wie Schicht um Schicht die Spinner-Form heraus "geschruppt" wird. "Schruppen," so Supakon, "ist beim Fräsen ein grobe Vorbearbeitung des Werkstücks, bei dem viel Material in möglichst kurzer Zeit abgetragen werden soll."

Für Ronja war alles ziemlich spannend und die Führung sehr detailreich: "Ich kann mir sehr gut vorstellen, später als Mechatronikerin zu arbeiten."

Das Projekt

"Wissen was geht" ist eine Informations- und Veranstaltungsreihe für Jugendliche der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis. Das Projekt mit zahlreichen Informationsveranstaltungen für Schüler in örtlichen Unternehmen wird in Kooperation mit im Bodenseekreis ansässigen Unternehmen und Institutionen kreisweit durchgeführt. Dabei können interessierte Schülerinnen und Schüler während ihrer Sommerferien potenzielle Ausbildungsbetriebe kennenlernen. Jugendliche von 14 bis 20 Jahren erhalten an einem halben Tag mit Führungen, Übungen und Gesprächen Einblicke in die Arbeitswelt der Unternehmen. Zugleich können die Firmen sich und ihre Ausbildungsangebote präsentieren.