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Weber will Belegschaft deutlich aufstocken

Expansion in Brandenburg ist weiterhin geplant, verschiebt sich aber.

Markdorf Albert Weber hat „nach den tiefen Sorgenfalten jetzt wieder ein Lächeln auf dem Gesicht“, wie er sagt. Grund dafür sei die positive wirtschaftliche Entwicklung, die sich im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen werde. Diese Einschätzung wird sich nach dem Willen des Markdorfers auch in den künftigen Mitarbeiterzahlen ablesen lassen: „Bis 2012 wollen wir um zehn bis 20 Prozent aufstocken“, kündigt Weber im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung an.

 

Es ist noch nicht lange her, da bestimmte Kurzarbeit den Rhythmus der 300 Weber-Beschäftigten am Standort Markdorf. „Aber das ist vorbei. Wir sind zur Vollbeschäftigung zurückgekehrt“, betont Albert Weber und freut sich über die anziehende Nachfrage. Im vergangenen Jahr hatte Weber Automotive ein Werk eines Konkurrenten in der Nähe von Detroit in den USA übernommen. Die richtige Entscheidung, wie sich zeigt: „Strategisch war das sehr, sehr wichtig, auch weil der Dollar noch immer schwach ist. Den Riesenmarkt in Amerika können wir nur bedienen, wenn wir die Wertschöpfung auch dort generieren“, erklärt Weber. Derzeit stehe man in Verhandlungen über Großaufträge, an die ohne einen Zukauf in Amerika nicht zu denken gewesen sei.

Auch in der Fibertech-Sparte hatte Weber für das Jahr 2011 umwälzende Neuigkeiten angekündigt. Die Ausgangslage für eine rosige Zukunft sei die Tatsache, dass man zur Ersparnis von Benzin und Diesel künftig am Gewicht von Fahrzeugen sparen müsse: „Wir machen Fortschritte auf diesem Gebiet“, sagt Weber. Das Thema betreibe man aktiv mit den Automobilherstellern. Die Wahl eines geeigneten Partners gehe indes weiter. Und wann wird der gefunden sein? „Wir arbeiten daran“, bekräftigt Weber ohne konkreter zu werden.

Wenn Albert Weber nach dem großen Expansions-Projekt im Brandenburgischen Bernau gefragt wird, wo er laut Märkischer Oderzeitung 30 Millionen Euro investieren und 200 Arbeitsplätze mit einem Motorenwerk schaffen will, werden auch hier die Antworten kurz und einsilbig: „Wir verfolgen das Projekt im Prinzip weiter. Das Ziel wird weiter verfolgt.“ Und mit welchem Zeithorizont? „Wie gesagt: Wir arbeiten an diesem Ziel.“ Webers „Osterweiterung“ konzentrierte sich noch im Jahr 2009 auf den Standort Grünheide. Aufgrund verschiedener Standortvorteile plante das Unternehmen Weber Motor dann aber mit Bernau. Dass es bislang noch keine offizielle Entscheidung für Bernau und einen Baubeginn gibt, könnte laut Märkischer Oderzeitung auf „harte Verhandlungen um die Höhe der Fördermittel“ hinweisen. Dabei hat der Gemeinderat von Bernau den Weg für eine entsprechende Bebauung durch Weber bereits frei gemacht.

Ungeachtet dieser Entwicklungen soll die weltweite Weber-Belegschaft von derzeit etwa 500 um zehn bis 20 Prozent bis zum Jahr 2012 aufgestockt werden: „Wir suchen Facharbeiter, Techniker und Ingenieure“, sagt Weber. Darüber hinaus will die Unternehmensgruppe laut Gründer mehr Auszubildende einstellen und auch den Anteil an BA-Studenten deutlich verstärken – um bis zu 30 Prozent.