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Unternehmen öffnen ihre Türen - und werden fast überrannt

Der Tag der Wirtschaft hat noch gar nicht richtig begonnen, da stehen bei Licos Trucktec auch schon die ersten Besucher auf der Matte, die sich über die Firma informieren wollen.

Markdorf (li) / Kein Problem: Bei einem Rundgang durch die Produktionshalle können sie zum Beispiel aus nächster Nähe beobachten, wie aus einem schnöden Kupferdraht eine Spule für einen Elektromagneten gewickelt wird. Dieser ist elementarer Bestandteil einer speziellen Wasserpumpenkupplung, die in Lastwagen dafür sorgt, dass weniger Sprit verbraucht wird. Künftig werden voraussichtlich auch in Pkw Pumpen aus dem Hause Licos Trucktec verbaut. „Unsere Kunden haben gesehen, dass wir große Pumpen bauen können. Deshalb haben sie nun auch das nötige Vertrauen darin, dass wir auch kleine bauen können“, sagt Dr. Rainer Krafft, Entwicklungsleiter und zweiter Geschäftsführer bei Licos Trucktec. In normalen Autos werden die Pumpen allerdings vornehmlich einem anderen Zweck dienen: dem Reduzieren von Emissionen. Dass funktioniert so, dass durch Abschalten unnötiger Pumpleistung der Motor schneller warm läuft.

 

Auf Hochtouren laufen derweil bereits die Motoren der Oldtimer, die in einem Korso rund ums Firmengelände von Weber Automotive rollen. Viele der unzähligen Zuschauer am Straßenrand nutzen danach auch gleich die Gelegenheit für einen Rundgang durch die Produktionshalle, wo sie genau verfolgen können, wie aus den Rohteilen ein Motorenblock entsteht. Der Andrang ist so groß, dass sich an einzelnen Stationen Staus bilden. Menschentrauben bilden sich bisweilen rund um die Weber-Lehrlinge, die verschiedene Werkstücke präsentieren.

Über mangelndes Interesse der Markdorfer Bevölkerung kann man sich auch gleich nebenan bei Linnig nicht beklagen. Ganz im Gegenteil: „Wir hatten heute auf den Tag verteilt vier Führungen geplant. Der Andrang war aber so groß, dass wir schon am Vormittag zwölf Führungen angeboten haben“, erzählt Bertram Heimgartner, kaufmännischer Leiter beim Systemlösungsspezialisten für die Nutzfahrzeug- und Offroad-Industrie. Das Publikum, das Einblicke in Fertigung, Montage, Tests und Ausbildung erhält, ist bunt gemischt – „vom potenziellen Auszubildenden bis zum interessierten Rentner“, wie Personalchefin Birgit Halder berichtet. „Es freut uns sehr, dass so viele Leute Lust haben, den Muttertag bei uns zu verbringen“, sagt sie.

Vor allem heimwerkelnde Männer fühlen sich bei der Firma Wagner pudelwohl. Schließlich haben sie hier Gelegenheit, das eine oder andere Sprüh- und Spritzgerät zu testen, mit dem sich bequem der Gartenzaun, das Garagentor oder der Wohnzimmerschrank aufmöbeln lassen. „Den Pinsel können sie getrost in der Schublade lassen“, lautet das Motto bei den Vorführungen von Vertriebsleiter Johannes Remich im Heimwerkerbereich. Auf großes Interesse stoßen aber auch die anderen Abteilungen im Technikum von Wagner.

Bei Continental Temic erhalten die Besucher Einblicke ins Hightech- und ins sogenannte EMV-Labor (elektromagnetische Verträglichkeit), wo die entwickelten Steuergeräte auf ihre Robustheit und Zuverlässigkeit gegenüber Störkräften wie zum Beispiel Handys getestet werden. Dass Continental nicht nur ein Reifenhersteller ist, sondern als einer der weltweit fünf größten Zulieferer der Automobilindustrie noch eine ganze Menge mehr zu bieten hat, wird vor allem in der kleinen Fahrzeugschau deutlich. Im Porsche Cayenne steuert Conti-Technik unter anderem den Türöffner, im Mercedes SLK das Verdeck, im 7er BMW die Fahrberechtigungssysteme.

Mächtig ins Zeug gelegt haben sich die am Tag der Wirtschaft beteiligten Firmen nicht nur mit ihren Präsentationen, sondern auch mit jeder Menge Drumherum – Musik, Bewirtung, Hüpfburgen und vielen weiteren Angeboten.