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Interessierte bekommen Einblick in Motoren-Geburtsstätte

Beim Netzwerkabend präsentiert Albert Weber sein Unternehmen

Einen tiefen Einblick in die Albert-Weber-Unternehmensgruppe wurde den Teilnehmern des jüngsten Markdorfer Netzwerkabends ermöglicht. Firmengründer Albert Weber gab umfassende Informationen zu den verschiedenen Firmen, den aktuellen Stand und einen Blick in die Zukunft preis.

 

Lautstarke Präsentation: Albert Weber zeigt beim Netzwerk-Abend einen WEber-V4-Motor, der einen Sportwagen leistungsstark bei geringerem Verbrauch antreibt.

Der Veranstaltungsreihe Markdorfer Netzwerkabend wurde von Andreas Lang und Rainer Zanker ins Leben gerufen. Die beiden wollen dafür sorgen, dass die Unternehmer der Gehrenbergstadt sich und die jeweiligen Kompetenzen besser kennen lernen und daraus neue Kooperationen entstehen können. Auch diesmal wurde wieder eine große Gruppe aus interessierten Firmeninhabern und Geschäftsführern sowie Vertretern aus der Politik eingeladen um ein Markdorfer Unternehmen besser kennen zu lernen.

In einer ausführlichen Präsentation berichtete Albert Weber persönlich von der Entwicklung, die das Unternehmen seit der Gründung 1969 genommen hat. Aus dem kleinen Betrieb ist heute eine Unternehmensgruppe mit insgesamt mehr als 650 Mitarbeitern entstanden. Das Kernstück ist „Weber Automotive“: Der Automobilzulieferer stellt unter anderem die vier am schwierigsten herzustellenden Kernbauteile eines Motors für namhafte Hersteller der Automobilindustrie her. Bei Weber Motor laufen komplette Motoren für Marine- und Powersports-Vehikel vom Band. Weber Motor deckt inzwischen laut Albert Weber beispielsweise 90 Prozent des Weltmarkts an Motoren für Beiboote von Yachten ab. Bei Weber Fibertech werden aus Verbundswerkstoffen einzelne Karosserieteile bis hin zu kompletten Fahrgastzellen hergestellt. Einziger Auftraggeber einer Großserie ist bisher der Autohersteller Smart: Alle Kofferraumklappen kommen aus Markdorf.

Für Weber ist die Geschichte des Verbrennungsmotors noch lange nicht am Ende, auch wenn dies immer wieder vorhergesagt werde. Vielmehr sieht er gerade für die innovativen Entwicklungen seines Unternehmens eine große Nachfrage in der Zukunft, kann man mit den kleineren und leichteren Motoren aus dem Hause Weber doch ein Auto mit der gleichen oder sogar größeren Leistung als mit einem herkömmlichen Motor bei deutlich geringerem Gewicht und Verbrauch antreiben.

Für die Zukunft haben sich die Weber-Unternehmen ambitionierte Ziele gesetzt: Weber Automotive will der weltweite Top Zwei Zulieferer von Antriebskomponenten bei stabiler Auftrags- und Ertragslage werden, erreicht durch eine Spitzenstellung bei Qualität und Technologie. Weber Motor soll der Hersteller des kompaktesten und umweltfreundlichsten Verbrennungsmotors werden während Weber Fibertech der erste weltweite Hersteller werden soll, der eine komplette Fahrgastzelle aus Verbundwerkstoffen in Großserie herstellt.

Dass die Zukunft bereits heute bei Weber Einzug gehalten hat, präsentierte der Firmenchef lautstark: In einen Sportwagen wurde ein Weber-4-Takt-Motor eingebaut, der die gleiche Leistung wie das Original erbringt, aber nur noch den halben Motorraum einnimmt und damit Gewicht, Platz und Sprit spart. „Der Motor hat den Sound von einem V8, den Verbrauch eines Vierzylinders und hat das Gewicht eines Dreizylinders“, freut sich Weber.

Die guten Zukunftsprognosen äußern sich bereits heute: Weber will zeitnah 70 neue Arbeitsplätze schaffen.