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Albert Weber erhält Großauftrag von ZF

Glänzende Aussichten zum Jahresauftakt für die Weber Automotive GmbH:

Das Markdorfer Unternehmen wurde von der ZF Friedrichshafen AG mit einem auf acht Jahre angelegten Auftrag ausgestattet, der die Auslastung in den US-Werken Charleston und Auburn Hills langfristig sichern und an allen Standorten – auch in Markdorf – für nachhaltige Beschäftigungseffekte sorgen soll. Der ZF-Auftrag bezieht sich laut Geschäftsführer Albert Weber auf die Fertigung und Lieferung von jährlich 800 000 Getriebegehäusen, die an den beiden US-Standorten produziert werden sollen.

 
Shakehands auf der Automobilmesse in Detroit (von links): Firmenchef Albert Weber, Stefan Sommer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der ZF AG, Hans-Georg Härter, ZF-Vorstandsvorsitzender, und Peter Rosenfeld, US-Chef von Weber Automotive.


Weber Automotive Jeweils 400 000 Gehäuse pro Jahr sind für das 8-Gang-Pkw-Automatgetriebe (8HP) von ZF sowie für die neuste 9-Gang-Automatgeneration (9HP) vorgesehen, die in 2013 in Produktion gehen soll. ZF wird die beiden Getriebeserien ebenfalls in den USA produzieren, in ihrem neuen Werk Greenville/South Carolina, das quasi in Nachbarschaft zum Weber-Werk Charleston liegt.

Am selben Morgen erst von der Detroit Motor Show, der ersten bedeutenden Automobilmesse des neuen Jahres, zurückgekehrt, zeigte sich Weber am Freitag stolz über die Zusammenarbeit mit dem Häfler Konzern und dass sein Unternehmen als „Schlüssel-Lieferant“ ausgewählt worden sei. 1969 sei ZF, mit der damaligen MTU, sein erster Kunde gewesen, als er im umgebauten elterlichen Hühnerstall seine ersten Drehteile hergestellt habe. Die nun wieder aufgelegte Zusammenarbeit der beiden Unternehmen bezeichnete Weber als „beispielhaft für die Region“. Zum Auftragsvolumen wollte sich Weber gestern noch nicht äußern. Dies könne erst dann beziffert werden, wenn die Details feststünden. Der ZF-Zuschlag sei aber einer der bedeutendsten Aufträge der vergangenen fünf Jahre. Alleine mit der Fertigung der Gehäuse werde man rund 100 Mitarbeiter in den US-Werken beschäftigen können. Die US-Standorte seien dadurch langfristig hervorragend ausgelastet. Für die Weber-Gruppe sei der ZF-Auftrag die „Initialzündung“ für ein voraussichtlich glänzendes Jahr 2012, sagte Weber. Bereits zuvor habe der Auftragseingang ungemein stark angezogen, und mit der nun vollzogenen Kooperation sei man bestens aufgestellt für die Zukunft. Weber: „Wir sind eindeutig und sehr stark auf Wachstumskurs.“

Dies soll sich signifikant auch auf den Mitarbeiterstand auswirken – an allen Standorten und auch am Sitz in Markdorf. Gesucht seien qualifizierte Techniker und Facharbeiter. Auch in Markdorf soll das Personal im Laufe des Jahres deutlich aufgestockt werden. Weber selbst rechnet im Jahresverlauf noch mit weiteren großen Aufträgen dieser Art. Denn: Zahlreiche Erstausrüster sowie auch Pkw-Hersteller würden die Produktion von Zulieferkomponenten zunehmend auslagern. Eine Reihe weiterer Aufträge, so Weber ohne Details zu nennen, sei bereits konkret in Sicht.

Für die ZF AG sei Weber „ein wichtiger Partner beim Aufbau unseres Getriebewerkes in den USA“, sagte Sprecher Andreas Veil auf Anfrage. Der Produktionsbeginn der 8HP- und 9HP-Getriebe in Greensville sei fürs zweite Quartal 2013 geplant. ZF hatte in das neue Getriebewerk in South Carolina 300 Millionen Euro investiert. Bei voller Kapazitätsauslastung von 800 000 zu fertigenden Getrieben jährlich will der Friedrichshafener Konzern dort rund 1200 Mitarbeiter beschäftigen.