"The market crises offers also good prospects"Interview with Albert Weber about the business activity Following you can read the original interview, published by a local papaer:Es gibt Anzeichen, dass es mit der konjunkturellen Entwicklung bald aufwärts gehen könnte. Die IHK etwa ruft nach ihrer jüngsten Mitgliederbefragung schon die Wende aus. Ob der Markdorfer Unternehmer Albert Weber diese optimistische Einschätzung teilt, wollte unser Mitarbeiter Erich Nyffenegger von ihm wissen.
SZ: Wie steht's in Ihren Unternehmen derzeit um die Konjunktur? Albert Weber: Da fang' ich mit "Weber Automotive" an: Wir haben dieses Jahr und im ersten Halbjahr 2010 noch eine schwierige Zeit durchzustehen. Dies liegt daran, dass ein Generationswechsel von LKW-Motoren für die USA wegen den neuen Emissionsgesetzen vollzogen wird. Ich sehe im großen Trendbild, dass es dann 2011 eine Belebung geben wird, die klassische Erfolgswende erwarten wir 2012. SZ: Wie steht es um die Sparte "Weber Fibertech"? Albert Weber: Da produzieren wir ja die Heckklappe des Smart. Eines der wenigen Autos, die keinen so extremen Einbruch erlebt haben. Da erwarten wir, dass sich das Geschäft auf hohem Niveau fortsetzt. 2009 hatten wir einen Rückgang von nur acht Prozent - ein Wert, von dem andere Fahrzeugprodukte nur träumen können. SZ: Wie wird sich die Kurzarbeit im Hause Weber entwickeln? Albert Weber: Wir haben im Prduktionsbereich insgesamt zehn Prozent Kurzarbeit, was überschaubar ist. Wir rechnen allerdings damit, dass wir in Summe 2010 mehr Kurzarbeit haben werden als 2009. SZ: Wie haben Sie sich für die Krise und die Zeit danach gerüstet? Albert Weber: Bei "Weber Motor" haben wir zum Beispiel die Entscheidung getroffen, antizyklisch zu handeln. Wir expandieren in Brandenburg und bauen dort verbrauchsarme Motoren. Da müssen wir weiter investieren, um gut für die Zeit nach der Krise gewappnet zu sein. Bei "Weber Automotive" sind bereits entsprechende Planungen und Maßnahmen vollzogen. Jetzt können praktisch keine weiteren negativen Überraschungen von konjunktureller Seite kommen. Wir sind in der Talsohle, aber es gibt Licht am Ende des Tunnels. Doch bei all dem Gejammer um die Krise - sie hat auch ihre Sonnenseite. SZ: Und die wäre? Albert Weber: Wir gehen davon aus, dass die Automobilhersteller in Zukunft mehr zukaufen, da sind entsprechende strategische Änderungen spürbar. Das sehe ich als Chance für uns als Zulieferer. Wer die Krise jetzt durchsteht, der wird nachher überproportional erfolgreich sein. Wir sind immer gestärkt aus Schwächephasen heruasgegangen, weil wir immer den Mut hatten, uns antizyklisch zu verhalten. Wettbewerber haben wir stets dann übernommen, wenn der Markt am Boden war. SZ: Woher kommt dieser Mut? Albert Weber: Ich bin Optimist. Jede Zeit hat ihre Chance, dennoch bin ich eher vorsichtig-konservativ eingestellt. Ich habe das Glück, auf 40 Jahre Erfahrung zurückblicken zu können. Außerdem habe ich zwei Söhne, die frischen Wind und junges Blut ins Unternehmen bringen. SZ: Das hört sich fast so an, als bo Sie ans Aufhören denken....? Albert Weber: Wir werden mit vollen Kräften kämpfen - das umfasst mich, meine Söhne und alle Mitarbeiter sozusagen im Schulterschluss, um die Krise gut durchzustehen. Dann wird man weitersehen, wann für mich der Rückzug aus dem Tagesgeschäft ansteht. SZ: Sollte das für Sie persönlich im Unternehmen also die letzte Krise gewesen sein? Albert Weber: Ich hoffe jedenfalls, dass die nächste nicht gleich wieder vor der Türe steht (lacht). Wobei ich den Eindruck habe, dass Krisen in immer kürzeren Intervallen kommen. Es ist schon eine verrückte Welt.
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