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13.09.2007

Zulieferer helfen bei Gewichtsproblemen

Schwäbische Zeitung

Unternehmen aus der Bodenseeregion auf der IAA helfen bei Gewichtsproblemen.

Auszug aus dem Bericht der Schwäbischen Zeitung vom 13. September 2007, Wirtschaftsredakteur Reimund Haser

 

FRANKFURT - Die IAA ist nicht nur ein Treffpunkt für Autohersteller und -liebhaber. Die Messe ist eine Branchenschau, auf der auch die Zulieferer um Aufmerksamkeit buhlen. In diesem Jahr stehen die Teile-Lieferanten noch mehr im Mittelpunkt als sonst. Denn vor allem von ihnen erwarten die Hersteller innovative Technik, um den Spritverbrauch zu senken.

 

Es ist ein langer Weg zur Ausstellungshalle 4.1 auf dem Frankfurter Messegelände. Die Höhepunkte für die Fernsehleute und Fotografen stehen in den Hallen davor — oder auf dem Freigelände, wo sich die Branche derzeit redlich darum bemüht, umweltfreundlich rüberzukommen. In Halle 4.1 bei den Teile-Lieferanten geht es dagegen nicht um Show, sondern ums Eingemachte. Nicht-Ingenieure erkennt man hier schon von weitem. Die Sprache ist eine eigene. „Ich weiß nicht, wie tief Sie in dem Thema drin sind...“ — mit diesen Worten beginnt hier fast jedes Interview.

 

Was ist also drin, in so einem Auto? Hier, in Halle 4.1, bei Zulieferern aus unserem Verbreitungsgebiet erfährt man es am besten. Nicht Leistung oder Schönheit, sondern Gewicht, Effizienz und Aluminiumlegierungen stehen im Vordergrund. Hier entsteht gewissermaßen das Herz der Autos, die draußen für Furore sorgen.

 

Zwei Zylinder reichen

Ein Herzstück des Autos ist bekanntlich der Motor. Die Weber Automotive aus Markdorf mit weltweit rund 600 Mitarbeitern genießt in diesem Segment einen guten Ruf. Demnächst will Firmengründer und Eigner Albert Weber mit einem Zweizylinder-Motor für Aufsehen erregen. „Weniger Zylinder bedeuten weniger Spritverbrauch“, sagt er. Und die Steuerung des Motors gelinge heute so fein, „dass Sie glauben, das ist ein Vierzylinder, wenn Sie danebenstehen“. Seit langem schon versucht der Motorenspezialist vom Bodensee außerdem, die Autohersteller dazu zu bringen, schwere Stahlbauteile — vor allem im Innenraum — durch leichtes Plastik zu ersetzen. Denn Gewicht verbraucht Sprit. Ein erster Großauftrag von Smart für die junge Unternehmenstochter Weber Fibertech lasse hoffen, sagt der Chef. „Wir wären heute schon dazu in der Lage, die gesamte Fahrgastzelle in Fiberglas herzustellen.“ Bis es soweit ist, werde aber noch Zeit vergehen.

 

 

Superleicht und bei jedem Smart dabei: Die
Heckklappe aus Markdorf, gehalten von Christian
Weber (links) und Firmenchef Albert Weber auf der IAA.